Das Mercedes 5-Gang Automatikgetriebe

Das Mercedes 5-Gang Automatikgetriebe

Das Mercedes 5-Gang Automatikgetriebe

In diesem Artikel stellen wir Ihnen das Mercedes 5-Gang Automatikgetriebe vor und zeigen Ihnen Lösungen für Probleme, die auftreten können. Das Mercedes-5 Gang Automatikgetriebe wurde in eine Vielzahl von Fahrzeugen von Mercedes-Benz eingebaut und auch in einigen Chrysler Modellen. Dieses Automatikgetriebe löste das ältere 4-Gang Automatikgetriebe ab. Der erste Einbau erfolgte 1986 in den Modellen der S-Klasse W140 mit Achtzylinder-Motoren und in den C140, die Coupe-Variante. Anschließend verbaute Mercedes dieses Automatikgetriebe in so gut wie allen anderen Fahrzeugen. Dazu gehören die E-Klasse W210 / S210 plus deren Nachfolger W211 / W212 sowie die C Klassen W202 / 203 und in einige Modelle der Reihe W204. Das sind die bekanntesten Typen, in denen Mercedes-Benz das 5-Gang Automatikgetriebe verbaut hat. Für die A-Klasse W168 wurde ein spezielles 5-Gang Automatikgetriebe entwickelt, da der Vorbau sehr kompakt und die Antriebseinheiten anders angeordnet waren. So brachte 1986 Mercedes-Benz das leichteste und kürzeste 5-Gang Automatikgetriebe auf den Markt.

Was hat sich zum 4-Gang Automatikgetriebe verändert?

 

Das Mercedes 5-Gang Automatikgetriebe wird elektronisch geschaltet und ist im Endeffekt ein 5-Gang-Overdrive-Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler-Überbrückung. Diese Überbrückung erfolgt in der Regel in den Gängen 3, 4 und 5. Das Getriebe verfügt außerdem über 2 Rückwärtsgänge. Natürlich ist als erster Unterschied zum 4-Gang Automatikgetriebe, der eine zusätzliche Gang zu erwähnen. Jedoch unterscheidet sich das Mercedes 5-Gang Automatikgetriebe auch im Punkt Lernfähigkeit von seinem Vorgänger. Es kann sich nämlich dem Fahrer und seinem Fahrstil anpassen. Dies wirkt sich wie folgt aus: Wenn Sie den Tempomat gesetzt haben, haben Sie die Möglichkeit, durch Heranziehen des Hebels eine erneute Beschleunigung auf eine ausgewählte Geschwindigkeit durchzuführen und dabei beschleunigt das Fahrzeug so, wie Sie es vorher schon manuell gemacht haben. Wenn Sie also einmal einen schnellen Start an der Ampel absolviert haben und anschließend bei 100 km/h den Tempomat gesetzt haben und die nächste Beschleunigung von Tempomat und Getriebe durchführen lassen, werden Sie eine ziemliche Überraschung erleben. Ein wirklich großer Fortschritt des Mercedes 5-Gang Automatikgetriebes war der deutlich reduzierte Kraftstoffverbrauch.

Welche speziellen Betriebsarten gab es?

Die erste spezielle Betriebsart ist der Wintermodus. Hier wird dem Automatikgetriebe per Kippschalter mitgeteilt, dass es sowohl beim Vorwärts- als auch beim Rückwärtsfahren im 2. Gang anfahren soll. Dadurch erreichen Sie, dass Ihre Räder beim Losfahren nicht durchdrehen.

Ab 2001 gab es den sogenannten Speedshift. Dies ist ein Leistungsmerkmal, dass für das manuelle und aktive Herunterschalten steht. Mit dieser Ausstattung behält das 5-Gang Automatikgetriebe bei schnellen Fahrten durch eine Kurve den aktuellen Gang bei. Außerdem können Sie es, bevor Sie ein anderes Fahrzeug überholen, manuell herunterschalten.

2002 kam dann der AMG Speedshift hinzu, bei dem es sich um eine Version mit mechanischer Überbrückung des Drehmomentwandlers durch Betätigen eines Hebels handelt. Diese Version wird auch im 7-Gang Automatikgetriebe benutzt.

Welche Probleme bringt das Mercedes 5-Gang Automatikgetriebe mit sich?

Es ist wie so oft im Leben – wo viel Licht ist, da ist auch nicht gerade wenig Schatten. In der ersten Serviceanweisung zum 5-Gang Automatikgetriebe sprach Mercedes davon, dass eine Ölfüllung ein Leben lang reichen soll. Doch wie lange reichte es wirklich? Die ersten Besitzer, die den Mercedes-Benz ca. 4 Jahre fuhren, merkten nicht wirklich, ob die Aussage stimmte oder nicht. Ausbaden mussten dies jedoch die zweiten und dritten Besitzer des Fahrzeuges, denn umso höher die Laufleistung wurde, umso größer wurden die Probleme. Im Extremfall führten Sie sogar zum verfrühten Ausscheiden des Fahrzeuges. Anschließend reagierte Mercedes mit einer neuen Serviceanweisung, in der es hieß, dass das Getriebeöl nun einmalig nach 60.000 km ausgetauscht werden sollte. Sollten Sie sich also ein Mercedes-Benz mit einem 5-Gang Automatikgetriebe kaufen wollen, schauen Sie genau hin, ob dieser Getriebeölwechsel auch wirklich erfolgt ist. Denn vielen Besitzern war diese Wartung schlichtweg zu teuer. Dazu genügt ein kurzer Blick in das Serviceheft. Achten Sie nicht darauf, werden Sie früher oder später eine Menge Geld in die Hand nehmen müssen.

Reparatur statt Austausch – die beste Lösung

 

Sollte die Automatik des Mercedes 5-Gang Automatikgetriebes komplett versagen, stehen sowohl die Vertragswerkstätten als auch die freien Kfz-Werkstätten vor einer großen Herausforderung: Das kostengünstige und schnelle Beheben der Mängel. Am häufigsten wird das komplette Automatikgetriebe getauscht, um sicherzugehen, dass das Problem auch wirklich behoben ist. Diese Variante ist zwar sehr schnell, doch wir müssen wohl nicht erwähnen, dass ein neues Mercedes 5-Gang Automatikgetriebe sehr teuer ist. In vielen Fällen reicht für die Lösung schon ein Ölwechsel bzw. eine Getriebeölspülung durch eine Fachwerkstatt. Auch das Ersetzen des Drehmomentwandlers kann zur Problembehebung beitragen, z. B. wenn das Fahrzeug weder vor noch zurück fährt. Die Reparatur bietet einfach einen enormen Kostenvorteil, egal welcher Fehler vorliegt, denn es werden lediglich die Teile ersetzt, die auch wirklich defekt sind. Für Fachwerkstätten ist eine gezielte Fehlerdiagnose kein Problem und sie kennen die üblichen Probleme und Ursachen. Meistens sind die passenden Ersatzteile auch vorhanden oder können zeitnahe bestellt werden. Deshalb kann so so gut wie jedes Problem schnell und kostengünstig behoben werden und Sie müssen nicht Tausende von Euro ausgeben, damit ein kompletter Austausch erfolgt.

Gibt es Reparaturen am 5-Gang Automatikgetriebe, die Sie selbst durchführen können?

Es gibt tatsächlich eine Aktion, die Sie vollständig ohne Werkzeug durchführen können. Sollten Sie feststellen, dass Ihre Getriebe grundlegend sauber schaltet, also ruckelfrei und weich, jedoch ab und zu unmotiviert ist, dann können Sie einen Software-Reset der Steuerung für das Automatikgetriebe vornehmen, um dieses Problem zu lösen. Dafür müssen Sie den Zündschlüssel in die erste Position drehen. Wir nehmen dabei folgende Reihenfolge an: 0 – 1 – 2 – Start. Treten Sie anschließend soweit das Gaspedal durch, dass der Kick-Down-Knopf betätigt wird, und halten Sie diese Stellung für 5 Sekunden. Jetzt drehen Sie den Schlüssel auf die Position 0 zurück, ziehen ihn aber nicht heraus, und nehmen erst jetzt wieder den Fuß vom Gaspedal. Nun müssen Sie lediglich noch ungefähr 2 Minuten warten und dann hat sich das System zurückgesetzt. Nun können Sie auch den Schlüssel herausziehen.

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